Food-to-go: Warum Pendler die perfekten Kunden sind

01. Dezember 2015

17 Millionen Menschen pendeln in Deutschland zur Arbeit. Ein enormes Potenzial für den Food-to-go-Markt. Wir haben uns angeschaut, wie Pendler unterwegs am liebsten essen und geben Anregungen, wie Sie diese mobile Zielgruppe gut „abholen“ können.

Food to go

Pendler, die ideale Zielgruppe für Food-to-go

Pendler sind eine flüchtige Zielgruppe. Und das durchaus wörtlich genommen. So schnell wie sie auftauchen, sind sie auch wieder weg. Was macht also ausgerechnet diese Kunden so interessant?

  • Sie verfügen über ein regelmäßiges Einkommen.
  • Pendler kaufen zu vorhersehbaren Zeiten ein.
  • Täglich wiederkehrende Routinen machen sie zu idealen Stammkunden.

Das sind natürlich nur die wichtigsten Eckpunkte. Wir halten deshalb den „typischen Pendler“ einmal an und schauen genauer hin. Wie möchte er sein Food-to-go essen? Und wie können Sie sich als Bahnhofs- oder Systemgastronomen darauf einstellen?

Food-to-go: Was den Pendlern wichtig ist

  • Zeit: Pendler sind vor allem morgens sehr zeitsensibel. Ihr Arbeitsweg ist genau durchgetaktet. Deshalb sollte der Verkauf so schnell wie möglich abgewickelt werden können. Für Sie bedeutet das: Alle Prozesse durchoptimieren. Tempo zählt.
  • Warenpräsentation: Die Theke ist Ihre Bühne. Dort haben die Speisen ihren großen Auftritt und müssen innerhalb von Sekunden überzeugen. Erst dahinter folgt der Bereich für die Bedienung und das eigentliche Lokal.
  • „Ready to eat“: Alle Speisen sollten verzehrfertig vorbereitet sein, immer mit Servietten und – wenn nötig – mit Besteck. Sehr wichtig ist eine robuste Verpackung. Denn Fettflecken in der Aktentasche sind ein Ausschlusskriterium.
  • Preis: Pendler wollen nicht einfach nur billig einkaufen. Dafür ist das Ernährungsbewusstsein in der Zielgruppe zu hoch. Bieten Sie stattdessen gute Qualität zum besten Preis.
  • Food to go SteakylicousVielfalt: Pendler sind eine heterogene Kundengruppe mit individuellen Ernährungsvorlieben. Ein variationsreiches Angebot steigert daher die Chancen, etwas Passendes dabei zu haben. Und auch Trends spielen eine wichtige Rolle.

    Unser aktueller Tipp: Die Kassenschlager „Burger & Steakylicious“.
    Jetzt die Trendrezepte nachkochen.
  • Tageszeit: Welches Angebot gewünscht wird, hängt auch von der Tageszeit ab. Ein eiliger Frühstückskunde hat nach Feierabend bestimmt andere Wünsche (und auch deutlich mehr Zeit zum Genießen).

Die besten Standorte für Food-to-go-Konzepte

Mit dem richtigen Konzept legen Sie die Basis für Ihren Erfolg im Food-to-go-Markt. Und dann? Genau, die Auswahl des passenden Standortes. Denn was bringt das beste Angebot, wenn es von den Kunden nicht wahrgenommen wird. Mögliche Fragen:

  • Wie viele Passanten gibt es? Beispiele aus München: 160.000 Menschen passieren täglich die Stachus Passagen am Karlsplatz, 70.000 den Odeonsplatz und 50.000 die Münchner Freiheit.
  • Stimmt das Umfeld? Zusammen mit den anderen Geschäften am Standort sollte eine Atmosphäre entstehen, die zum One-Stop-Shopping animiert. Deshalb spielt auch die Produktauswahl eine wichtige Rolle. Hochpreisige Burger passen zum Beispiel in der Regel besser in ein exklusiveres Umfeld.
  • Kann ich eine Nische besetzen? Wenn viele ähnliche Anbieter um das Gesamtpotential eines Standortes buhlen, bleibt für den Einzelnen meistens nicht viel übrig. Eine mögliche Strategie: einzigartig sein.

Beispiel: Das Pendler-Paradies am Münchner Hauptbahnhof

Wie ein optimaler Food-to-go-Standort für Pendler aussieht, können Sie am Münchner Hauptbahnhof live erleben. Im Zwischengeschoss der U-Bahn wurde in ein großes und vielfältiges Take-away-Angebot investiert. 50:50 lautete das Motto. 50 Prozent bekannte Namen und 50 Prozent innovative neue Ideen. Darunter zum Beispiel „Mama Chili“ mit einem Burrito-Konzept oder die Foodbar „Pompom“, die sich auf Gerichte mit Kartoffeln spezialisiert hat. Auffälliger Trend in der U-Bahn-Passage: „Fast Casual“ – die Schnittstelle zwischen Restaurant und Fast Food. Frische Zutaten, bei Bestellung erst zubereitet und vom Gast am Tisch (meist Stehtische) verzehrt.

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