Food Court

24. August 2015

Sie sind auf Märkten und in Markthallen anzutreffen und ein wachsender Trend: Food Courts. Mehrere Anbieter von Food und Getränken bieten dabei Ihre Produkte gemeinsam an. So profitieren „Konkurrenten” voneinander, und, die Gäste haben die freie Wahl.

Food Court Titelbild

Trendige Burger, Burritos, Kumpir oder frisch zubereitete Smoothies – die Wünsche und Ansprüche der Gäste sind verschieden, das Ernährungsbewusstsein steigt. Wo also mit Freunden, Geschäftspartnern oder der Familie hingehen, um allen Ansprüchen gerecht zu werden? Zum Food Court. Der aktuelle Trend der Food-Branche hat sich bereits in Lissabon etabliert, ist aber auch hierzulande im Kommen.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Food Court?

Food Court HalleVon einem Food Court spricht man, wenn möglichst unterschiedliche F&B-Konzepte an einem Ort zusammenkommen und sich dort eine gemeinsame Sitzfläche teilen. Somit haben die Gäste eine große Auswahl an Speisen und Getränken. Sie können ganz nach ihrem persönlichen Geschmack wählen, bei welchem Anbieter sie sich für welchen Gang bedienen – gegessen wird anschließend gemeinsam. Damit entsteht auch zwischen den Gastronomen vor Ort keine Konkurrenz. Im Gegenteil: Aus diesem Konzept können sie gemeinsam Potenzial schöpfen, denn die Zahl der möglichen Gäste wächst.

Individueller, heimischer, vielfältiger

Food Court individuelle Gerichte

In modernen Food Courts lassen sich überwiegend ortsansässige Gastronomen nieder. Fernab der großen Fast Food-Ketten rücken dementsprechend Aspekte wie Regionalität, Individualität, Vielseitigkeit und Authentizität in den Fokus. So wird der Appetit der Gäste auf frisch zubereitete Speisen mit regionalen Produkten gestillt und auf das steigende Ernährungsbewusstsein reagiert.

 


Vorbild Mercado Da Ribeira in Lissabon

Food Court Cafe de Sao Bento

Schauen wir uns ein Beispiel an, das den Trend bestens veranschaulicht (Quelle: food-service 03/2015): der Mercado da Ribeira in Lissabon. Dort wurde im Mai 2014 ein solcher Food Court eröffnet. Schnell etablierte er sich zum gastronomischen Aushängeschild der portugiesischen Hauptstadt und wurde zum Branchengespräch. Wo früher eine historische Markthalle war, bieten heute 30 Gastronomie-Einheiten Speisen und Getränke auf Fast Casual-/Fine Food-Niveau an. Auf einer Fläche von insgesamt 3.000 m2 finden 500 Besucher einen Sitzplatz, die Außenterrasse bietet 250 weitere Plätze.

Für jeden Geschmack, für jeden Geldbeutel

Das gastronomische Konzept verzichtet auf das klassische Fast Food und große internationale Marken. In der alten Markthalle bieten Küchenchefs ihre Speisen an, unter anderem als Ableger von einigen der erfolgreichsten Restaurants des Landes. Dadurch ist im Mercado da Ribeira ein hochwertiges Angebot gewährleistet, nicht aber unbedingt hochpreisig. Die Angebotsvielfalt reicht von modern bis traditionell und hält für jeden Geldbeutel und für jeden Geschmack etwas bereit. Wer also Lust auf ein Stück Pizza hat, wird hier genauso fündig wie diejenigen, die sich vom Sternekoch verwöhnen lassen möchten.

Food Court ThekeFood Court Wand mit Spirituosen

 

 

 

 

 

Der Trend kommt nach Deutschland

Auch in Deutschland lässt sich der Trend bereits beobachten. Zum Beispiel in der Marheineke Markthalle in Berlin-Kreuzberg. Neben regionalen und Bio-Produkten komplettieren dort Spezialitäten aus dem südeuropäischen und arabischen Raum das gastronomische Angebot. In Freiburg im Breisgau verfolgt die Markthalle als innerstädtischer Food Court dieses gastronomische Konzept. Ob persisch, indisch oder italienisch – an 19 Ständen werden die Gäste hier mit Delikatessen aus aller Welt verwöhnt.

Man darf gespannt sein, wie sich dieser Trend weiterentwickelt und wo hierzulande weitere Vorzeige-Food Courts eröffnen werden.

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