Allergien und Unverträglichkeiten

Allergenliste: Die 14 Hauptallergengruppen im Überblick

09. August 2017

Bei allen dem Tischgast angebotenen Gerichten, die Allergene aus der 14 Hauptallergengruppe enthalten, müssen die Allergene gekennzeichnet werden. Schaffen Sie sich einen Überblick über die wichtigsten Allergene.

Allergenliste die vierzehn Hauptallergengruppen Titelbild

Zukünftig muss bei allen angebotenen Gerichten eine Allergenkennzeichnung erfolgen, sofern betroffene Allergene aus den 14 Hauptallergengruppen in den Gerichten enthalten sind.

Allergenliste: Die 14 Hauptallergengruppen

icon hauptallergengruppe eier

Eier/-Erzeugnisse

Alle Eisorten
 

Erdnüsse/-Erzeugnisse

Alle Erdnusssorten
 

Fisch/-Erzeugnisse

Alle Firscharten ( u.a. Anchovis, Kaviar)
 

icon hauptallergengruppe getreide

Glutenhaltiges Getreide/-Erzeugnisse

u.a. Weizen, Hartweizen, Roggen, Gerste, Hafer
 

icon hauptallergengruppe krebstiere

Krebstiere/-Erzeugnisse

u.a. Krebs, Schrimps, Garnelen, Scampi, Hummer
 

icon hauptallergengruppe lupine

Lupine/-Erzeugnisse

u.a. Lupinenmehl, Lupinenkonzentrat, Lupinenprotein
 

icon hauptallergengruppe milch

Milch/-Erzeugnisse

Alle Milchprodukte
 

icon hauptallergengruppe nuesse

Schalenfrüchte (Nüsse) /-Erzeugnisse

u.a. Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Pistazien, Cashewkerne 
 

icon hauptallergengruppe schwefel

Schwefeldioxid/Sulfite 

E220 – E228 u.a. in Trockenobst, Tomatenpüree, Wein
 

icon hauptallergengruppe sellerie

Sellerie/-Erzeugnisse

Bleichsellerie, Knollensellerie, Staudensellerie
 

icon hauptallergengruppe senfSenf/-Erzeugnisse

u.a. auch Senfsprossen, Senfpulver, Senfkörner
 

Sesam/-Erzeugnisse

u.a. Sesamöl, Sesammehl, Sesamsamen 
 

icon hauptallergengruppe soja

Soja/-Erzeugnisse

Alle Sorten Sojabohnen
 

icon hauptallergengruppe weichtiere

Weichtiere/-Erzeugnisse

u.a. Schnecken, Muscheln, Austern, Tintenfisch, Calamares 
 

Nach der LMIV sind die 14 „Hauptallergene“ seit dem 13.12.2014 EU-weit verpflichtend anzugeben. Dies umfasst beispielsweise glutenhaltiges Getreide wie Weizen und Roggen, Krebstiere, Eier, Fische, Erdnüsse, Soja, Milch, Schalenfrüchte wie Mandeln und Haselnüsse, Sellerie, Senf, Sesamsamen, Schwefeldioxid und Sulfite, Lupinen und Weichtiere und alle daraus hergestellte Erzeugnisse. Die Informationspflicht gilt auch für alle Verarbeitungsprodukte und die eingesetzten Hilfsstoffe wie z.B. in Aromen.

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass zwei der 14 „Hauptallergene“ namentlich genannt werden müssen. Das bedeutet, dass bei glutenhaltigem Getreide und bei den Schalenfrüchten die jeweilige Sorte genannt werden muss. Zum Beispiel bei einer Nussmousse „Enthält: Schalenfrüchte (Mandeln)“ oder bei einem Mischbrot „Enthält: Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen).

Bei der Kennzeichnung der Allergene gibt es keine Standardlösung, jedes Unternehmen kann für sich die passende Umsatzmöglichkeit finden. Einige Sachen gilt es dabei zu beachten. Wir haben Ihnen in einer Checkliste die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Erwachsene haben andere Allergien als Kinder

Allergenliste Erwachsene haben andere Allergien als Kinder

Während Erwachsene eher allergisch auf Fisch, Obst und Nüsse reagieren, sind bei Kleinkindern vor allem Kuhmilch- oder Hühnereiweiß die Allergieauslöser. Den Wandel der Allergien vom Kindes- zum Teenager- bzw. Erwachsenenalter bezeichnet man als „atopischen Marsch“. Während sich bei Kindern die Nahrungsmittelallergien häufig wieder verwachsen, können sich im Laufe der Zeit andere verwandte Erkrankungen, wie z.B. Asthma bronchiale, entwickeln. Der atopische Marsch begründet sich zum Einen auf den Genen der Betroffenen, zum Anderen auf deren Ernährung und Verhalten (Umwelt, Stress, Rauchen). Je älter man bei der Entstehung einer Allergie ist, desto vielfältiger sind die Nahrungsmittelallergien im Vergleich zu Kleinkindern und desto unwahrscheinlicher ist es, dass diese wieder verschwindet. 

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Allergenliste die vierzehn Hauptallergengruppen

Weitere Fragen zum Thema Allergenliste?

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Müssen „Spuren“ bzw. unbeabsichtigte Stoffe auf dem Speiseplan angegeben werden?

Führt eine Addition von Spuren zur Entstehung eines Rezeptallergens?