Italienische Küche: Dauerbrenner und Trend mit Zukunft

10. Oktober 2015

Im Außer-Haus-Markt kommen und gehen die Trends. Doch eine Konstante bleibt, die italienische Küche. Ihr Erfolgsgeheimnis: Sie hat sich weiterentwickelt und ist heute zukunftsfähiger denn je. Wir verraten Ihnen, warum Italien nach wie vor die beste Adresse für Gastronomie-Ideen ist.

Italienische Kueche Titelbild

Ausser-Haus-Markt: Darum boomt die italienische Küche

Ein Latte Macchiato auf dem Weg zur Arbeit, mittags Spaghetti Bolognese in der Kantine und am Abend zum Italiener – ein typisch deutscher Speiseplan? „Absolut, die italienische Küche ist kulinarisch unsere zweite Heimat geworden“, sagt Gretel Weiß von der Zeitschrift „food-service“. Doch woran liegt das? Die Expertin kennt die Antwort: Die italienische Küche funktioniert universell.

Italienische Kueche Essen a la Mama international Ling

  • Generalistenküche: Kaum eine Länderküche ist so alltagstauglich wie die „Cucina Italiana“. Sie trifft nahezu jeden Geschmack, ist eine perfekte Balance zwischen Vertrautheit und mediterranem Genuss.
  • Kosten & Aufwand: „Weniger ist mehr“ – ein großer Vorteil der italienischen Küche liegt in ihrer Schlichtheit. Da Rezepte oftmals mit weniger Grundzutaten auskommen als andere Länderküchen, sind die Kosten vergleichsweise gering. Und auch beim Arbeitsaufwand schneidet die italienische Küche besser ab als die aufwendigere Konkurrenz (z.B. französische Küche).
  • Skalierbarkeit: Wichtige Schlüsselprodukte wie Pizza und Pasta sind maximal skalierbar. Kleines Snackformat für unterwegs oder doch lieber eine Maxi-Pizza für die ganze Familie? Das alles lässt sich mit wenigen Handgriffen modifizieren. Genauso die Zutaten: Von ganz schlicht (Margherita, „Aglio e olio“) bis Premium (Meeresfrüchte, Trüffel, etc.) sind Pizza und Pasta in ihrer kulinarischen Wertigkeit schier endlos kombinierbar.
  • Servierfertigkeit: Die italienische Küche boomt. Das erleichtert den Einkauf und bietet breite Auswahlmöglichkeiten. Ein großes Plus für Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung: Wichtige Basisprodukte sind bereits servierfertig erhältlich. Zum Beispiel die Pasta-Saucen von Buitoni, die fein abgeschmeckt und vielseitig einsetzbar sind.

    Einige der schönsten neuen Rezepte können Sie hier entdecken:
    „Essen à la Mama“ - mit Buitoni >
  • Vertriebskanäle: Als wahres Multitalent eignet sich die italienische Küche für alle Vertriebskanäle. Und das mit einer beeindruckenden Bandbreite. Lieferservices, Quick- und Fullservice-Gastronomie oder (Gourmet-) Restaurants – von Snack-Food bis Fine Dining werden alle Geschmäcker und Geldbeutel bedient.
  • Emotionalität: Italien steht für Genuss und Lebensfreude. Kein Wunder, dass wir auch die Landesküche mit durchweg positiven Eigenschaften verbinden. Ein wichtiger Faktor, den viele Gastronomen bewusst in ihre Inszenierung einbeziehen.

Die italienische Küche – Eine kulinarische Erfolgsgeschichte

Früher ungewöhnlich, heute nicht mehr wegzudenken: Die italienische Küche hat Deutschland im Sturm erobert. Eine kulinarische Erfolgsgeschichte, die wir nicht zuletzt den italienischen Einwanderern der 1950/60er Jahre zu verdanken haben. Sie wollten die Küche ihrer Heimat nicht missen und eröffneten die ersten italienischen Restaurants. Und siehe da: Die Deutschen zeigten sich neugierig, probierten Pizza und Pasta. Allzu exotisch durfte es für den deutschen Gaumen allerdings nicht werden – für die Köche ein Balanceakt zwischen Anpassung und Authentizität.

Mittlerweile haben sich die italienische Gastronomie und der Gast aber zusammen weiterentwickelt. Typisch italienische Zutaten gehören heute zum Standardrepertoire eines jeden Supermarktes, authentische Rezepte sind gefragter denn je. Spaghetti Carbonara mit Sahne? Ein Fauxpas, der keinem Koch mehr passiert. Das beobachtet auch Gretel Weiß: „Das Wissen über die italienische Küche und ihre Produkte ist über die Jahre zweifelslos gewachsen.“ Zwar stünden einzelne Schlüsselgerichte noch immer im Vordergrund, die Akzeptanz für unbekanntere Produkte und regionale Spezialitäten nehme aber zu. Und auch Gastronomieformate wachsen parallel dazu mit und verändern sich.

Erfolgskonzepte: „Eataly“, „L’osteria“ und „Lorenzino“

Wie modern italienische Genusskultur im 21. Jahrhundert aussehen kann, zeigt Eataly. Hinter dem Erfolgsphänomen steckt eine Mischung aus Lebensmittelhandel und Gastronomie. Ein Einkaufserlebnis auf hohem Niveau, das nach Art einer Markthalle funktioniert und durch verschiedene Gastronomie-Zonen ergänzt wird. Die erste Europa-Filiale außerhalb Italiens wird voraussichtlich Ende November 2015 in München eröffnen.

Italienische Kueche Eataly Fleischtheke 300x200Italienische Kueche Eataly Weinstand in Aussenbereich

 

 

 

 

 

Systemgastronomie, die überall gleich aussieht? In den Restaurants der L’Osteria-Kette versucht man das zu vermeiden. Statt Uniformität soll jeder Betrieb ein individuelles Ambiente vermitteln.

„Alles unter einem Dach“ heißt es im Reinbeker Lorenzino. Das moderne Geschäftsmodell vereint das Beste aus drei Welten: stylisches Bistro, Feinkostgeschäft und angeschlossener Großhandel für die Gastronomie.

Italienische Kueche Lorenzino SpeisesaalItalienische Kueche Blick in Richtung Kueche

          

 

 

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