Ernährungswissen

Cholesterin

31. Januar 2018

Die wichtigsten Fakten zu Cholesterin auf einen Blick

Cholesterol Fette Oele und Cholesterol Titelbild

Cholesterin: Auf die Quelle kommt es an

Cholesterin gehört chemisch betrachtet in die Gruppe der Sterole und ist eine fettähnliche Substanz. Der menschliche Organismus benötigt es zur Bildung von Zellwänden, einigen Hormonen, Gallensäuren und Vitamin D. Auf die Zufuhr durch Lebensmittel ist er aber nicht angewiesen,da er es in der Leber in ausreichenden Mengen selbst produzieren kann. Im Blut wird Cholesterin mit Hilfe spezieller Proteine – sogenannter Lipoproteine – transportiert. Die beiden wichtigsten Arten sind LDL und HDL (s. Tabelle "Fettsäuren und ihre Wirkung auf den Cholesterinspiegel im Blut"). Ein zu hoher Gehalt an Cholesterin im Blut (Hypercholesterinämie) ist ein ausschlaggebender Faktor für die Entstehung von koronaren Herzerkrankungen und Herzinfarkt. Zu bedenken ist dabei aber: Die Auswirkungen von Nahrungscholesterin auf den Blutspiegel sind individuell und normalerweise deutlich geringer als jene von ungesättigten Fettsäuren. Natürlicherweise kommt Cholesterin nur in tierischen Lebensmitteln vor. Besonders hohe Gehalte weisen z.B. Eigelb, Innereien, fettreiche Fleischwaren, Butter, Mayonnaise, Käse und Sahne auf. Pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Cerealien oder pflanzliche Öle enthalten kein Cholesterin.

Richtwerte für den Fettverzehr

Allgemein

  • Maximal 30 % der täglichen Energiezufuhr (PAL 1,4), d.h. 60 g für Frauen und 80 g für Männer

Bezogen auf die Fettsäuren

  • Gesättigte Fettsäuren: maximal 10 % der Gesamtenergiezufuhr
  • Einfach-ungesättigte Fettsäuren: nicht mehr als 10 % der Gesamtenergiezufuhr
  • Mehrfach-ungesättigte Fettsäuren: etwa 7 % der Gesamtenergiezufuhr, wobei das Verhältnis von Linolsäure zu Linoleinsäure 5 : 1 betragen sollte
  • Trans-Fettsäuren: weniger als 1 % der Gesamtenergiezufuhr

Cholesterin

  • Nicht mehr als 300 mg Cholesterin Fette (Lipide) ebenso wie Cholesterin können sich im Blut nur mit Hilfe spezieller Transportproteine – den Lipoproteinen – bewegen. Die wichtigsten Arten sind:
  • LDL: Low Density Lipoprotein Es wird oft auch als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet, da es im Vergleich zum HDL große Mengen Cholesterin enthält. Es transportiert Cholesterin zu den Zellen. Ein hoher Gehalt an LDL im Blut ist ein bedeutender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • HDL: High Density Lipoprotein Es wird oft auch als „gutes“ Cholesterin bezeichnet. Dieses Transportprotein holt das Cholesterin aus den Zellen ab und transportiert es zur Leber. Hier wird es dann durch verschiedene Mechanismen aus dem Körper ausgeschieden. Ein hoher HDL-Spiegel im Blut ist verbunden mit einem verringerten Risiko an Herz-Kreislauf- Erkrankungen.

Durchschnittlicher Cholesteringehalt in Lebensmitteln

Lebensmittel

Cholesterin (mg/100g)

Vollmilch (3,5 %)

12

Fettarme Milch (1,5 %)

5

Buttermilch

4

Cheddar

100

Frischkäse (60 % Fett i.Tr.)

103

Hüttenkäse (20 % Fett i. Tr.)

14

Eier

314

Butter

230

Rinderleber

265

Rinderfilet

60

Hühnerbrust

70

 

Fettsäuren und ihre Wirkung auf den Cholesterinspiegel im Blut

Fettsäuren

Hauptquellen

Wirkung

Gesättigte Fettsäuren

Tierische Lebensmittel, z.B. Vollmilch, Butter, Käse, Eiscreme, Schokolade; Kokosnuss-, Palm- und Palmkernöl

LDL

HDL

Einfach-ungesättigte Fettsäuren

Oliven-, Raps-, Erdnussöl; Nüsse, z.B Cashews, Mandel, Erdnüsse; Avocado

LDL

HDL

Mehrfach-ungesättigte Fettsäuren

Maiskeim-, Sonnenblumen-, Soja-, Diestel-, Rapsöl; Fisch, z.B. Lachs, Thunfisch

LDL

HDL

Trans-Fettsäuren

In den meisten Margarinen; gehärtete Pflanzenfette; teilweise in gehärteten Pflanzenölen; Chips; Convenienceprodukten, z.B. Instantprodukten; Gebäck; natürlicherweise in Milchprodukten

LDL

HDL

LDL: Low Density Lipoprotein HDL: High Density Lipoprotein