Veganuary: Unsere veganen Menü-Tipps für den Außer-Haus-Markt

29. September 2021

Jedes Jahr melden sich Hunderttausende für den Veganuary an - ein Versprechen, sich einen Monat lang vegan zu ernähren. Seit dem Start im Jahr 2014 haben über 600 Unternehmen und über 1.000.000 Menschen an der Challenge teilgenommen. Die Zahl der Anmeldungen erreichte im Januar 2021 einen Höchststand: Mehr als 582.000 Teilnehmende. 57 führende Unternehmen nahmen an der Veganuary Workplace Challenge teil.1. Für den kommenden Januar in 2022 sollen es noch mehr Teilnehmer werden!

veganuary

Seit Beginn der Pandemie hat sich sowohl die Anzahl der Menschen, die sich vegan als auch vegetarisch ernähren jeweils verdoppelt. Während sich Anfang 2020 noch fünf Prozent der deutschen Bevölkerung vegetarisch und ein Prozent vegan ernährten, setzen in diesem Jahr bereits zehn Prozent auf eine vegetarische und zwei Prozent auf eine rein pflanzliche Ernährung.2

 Zahlen Veganuary

 

Immer mehr Menschen ernähren sich vegan


Innerhalb der letzten vier Jahre hat sich die Anzahl der Menschen mit veganer Ernährung in Deutschland verdoppelt. Vegane Ernährung ist mittlerweile kein Nischenphänomen mehr. Im Zeitraum von 2016 bis 2020 haben sich 1,3 Millionen Deutsche dazu entschieden, auf einen veganen Lebensstil umzustellen. Somit gibt es aktuell 2,6 Millionen Veganer in Deutschland. Diese Zahl entspricht ungefähr 3,2 % der Bevölkerung3. Ein weiterer Anstieg in den nächsten Jahren ist zu erwarten. 


Grafik Teilnehmerbefragung Veganuary 2021

Wir von GARDEN GOURMET® sind uns dieser Entwicklung bewusst, wir haben den Markt verstanden und wollen mit unserer fleischfreien Innovation echte Veränderungen vorantreiben. Die folgenden Tipps haben wir zusammengestellt, damit die Menüauswahl deines Restaurants wirklich die veganen Wünsche deiner Kunden erfüllt - sowohl im Veganuary 2022 als auch darüber hinaus. Denn wer das Potential früh genug erkennt, der gewinnt auch den Wettbewerb um die neue Kundschaft.

 

 

1. Plane deine Top-Seller für das Veganuary Menü ein

Wir empfehlen keine völlig neue Art von Gericht für den Veganuary auf die Speisekarte aufzunehmen. Richte dich viel eher nach Gerichten, die du schon auf deiner Speisekarte hast! So bleibst du authentisch. Schaue also nach deinen Top-Sellern und überlege, wie diese als vegane Variante aussehen könnten:

Wandle deine traditionelle Spaghetti Bolognese beispielsweise zu einer veganen Bolognese ab oder biete deinen Hähnchenbrustsalat alternativ mit veganen Filet-Streifen an. Eine Reihe von veganen Optionen über verschiedene Menükategorien hinweg funktioniert besonders gut. Möchtest du nur ein oder zwei Gerichte hinzufügen, dann sollten es eher solche sein, die sowohl die klassischen Fleisch-Fans wie auch Veganer oder Vegetarier ansprechen.

Schau dir die beliebtesten Gerichte auf deiner Speisekarte an. Überlege, wie vegane Varianten dieser Gerichte aussehen könnten. Denn dann kannst du davon ausgehen, dass der Verkauf der veganen Gerichte auch deine Erwartungen erfüllen wird. Um den Abfall zu minimieren und die Komplexität zu reduzieren, lehne die angebotenen veganen Gerichte an deine Speisekarte an. Hier besteht die Möglichkeit, einige der gleichen Produkte zu verwenden. 

Inspirationen zu veganen Rezepten

Grafik Teilnehmerbefragung Veganuary 2021

 

2. Inhaltsstoffe hervorheben, um Vertrauen aufzubauen

Viele Kunden überdenken durch die Coronavirus-Pandemie ihre Ernährung. Es wird besonders Wert auf das eigene Wohlempfinden und die Qualität der Produkte gelegt. Dies bietet gastronomischen Unternehmern die Möglichkeit, durch eine transparente Kommunikation, Vertrauen aufzubauen. Es ist wichtig, die Inhaltsstoffe, den Grad der Umweltbelastung sowie die Herkunft der verwendeten Produkte zu kennen.  
 

 

3. Mache auf dein Veganuary-Angebot aufmerksam

Bild Social Media Veganuary 2021

Wenn deine Veganuary 2022-Gerichte nur für einen Monat als Specials auf der Speisekarte stehen, ist es entscheidend, dass deine bestehenden und potenziellen Kunden im Voraus darüber informiert werden - denn so erhöhst du deine Kundenfrequenz. Die Weitergabe relevanter Online-Inhalte ermutigt deine Interessenten und Kunden, sich zu engagieren, auszutauschen und die Botschaften in deinem Namen zu verbreiten. Gerade Social Media eignet sich super als Katalysator, wenn es darum geht, Interesse zu wecken und neue Kunden zu gewinnen. Bleibe mit deinen Kunden und Interessenten in Kontakt und teile dein Veganuary-Angebot über Instagram, Facebook, E-Mail oder andere Wege.
 
Der Hashtag #Veganuary hatte Ende Januar mehr als 170 MILLIONEN VIEWS auf TikTok. 224 MILLIONEN MENSCHEN wurden im Kampagnenjahr 2021 über unsere SocialMedia-Kanäle erreicht. Veranstalte doch unter den Hashtags einen Online-Wettbewerb gegen andere Restaurants oder Bars und sorge so für mehr Aufmerksamkeit, indem du diese herausfordern.
So könnte dein Online-Wettbewerb beispielsweise aussehen: Bringe deine Kunden dazu, dich auf Social Media zu markieren und versuche mehr Markierungen zu erreichen als deine Mitbewerber. 

Mehr als 170 Firmen in Deutschand, unter anderem auch die führenden Discounter und Supermarktketten, Lieferservices, Gastronomie und Lieferanten haben mit dem Veganuary 2021 über ihre Kampagnen für mehr vegane Gerichte geworben. Während IKEA neue vegane Menüs herausbrachte, motivierte Lieferando seine Partner dazu, an veganen Challenges auf der Plattform teilzunehmen. Sei Teil dieser Bewegung. 
 

4. Vegane Gerichte auch für Flexitarier

Bild Speisekarte Veganuary 2021

Der Veganuary ist nur 31 Tage lang. Sei nicht überrascht, wenn die veganen Menüoptionen auch über den Veganuary hinaus sehr gefragt sein werden. Dein Engagement und deine Unterstützung der veganen Kunden und ihrem Lebensstil bleibt diesen im Gedächtnis und fördert nachhaltig Ihre Authentizität. Sieh den Veganuary als Probezeit für vegane Gerichte an. 

Du kannst am besten beurteilen, welche Speisen sich auf deiner Menükarte durchsetzen könnten. Anschließend kannst du die veganen Speisen in deine jährliche Speisekarte mit aufnehmen.

Laut dem BMEL geht der Fleischkonsum der deutschen Bevölkerung immer weiter zurück. 1985 lag der Pro-Kopf-Konsum bei 66,1 Kilogramm, 2019 dagegen lag dieser nur noch bei 59,5 Kilogramm. Neben der wachsenden Zahl der Veganer und Vegetarier ist ein weiterer Trend stark im Kommen. Denn laut einer aktuellen Forsa-Studie zählen mittlerweile 42 Prozent der Deutschen zu den Flexitariern. Flexitarier essen zwar Fleisch, ernähren sich aber vorwiegend vegetarisch oder rein pflanzlisch. Statt Verzicht ist bei ihnen der Genuss an vorderster Stelle. Gerade diese Flexitarier sind auch eine interessante Zielgruppe für die veganen Gerichte auf Ihrer neuen Speisekarte - schießlich sprechen wir hier von einer riesigen Zielgruppe von 42 Millionen Menschen in Deutschland.

Damit du deine Küche ganz leicht den Bedürfnissen der Flexitarier anpassen kannst, haben wir eine Checkliste für dich zusammengestellt.

Checkliste für die felxitarische Küche

 

5. Mehr Auslieferungen als sonst 

Mit der aktuellen Situation durch COVID-19 dürfte die Arbeit von zu Hause aus noch für einige Zeit ein Teil des Lebens vieler Menschen sein. Die Online-Bestellung und Lieferung von Speisen profitieren ganz klar davon. Dies macht sich auch darin bemerkbar, dass das Konzept der „Ghost Kitchen“ immer beliebter und präsenter wurde. 

Um Qualität auch trotz längerer Standzeiten zu garantieren, muss darauf geachtet werden, welche veganen Gerichte sich dazu eignen - was kann gut warmgehalten und transportiert werden. Deine Planungen für die Zukunft sollten sich aus einer Mischung von Speisen zusammensetzen, die der Kunde mitnehmen kann oder die du dem Kunden lieferst ohne dass das Genuss-Erlebnis leidet. So erfüllst du die veränderten Kundenwünsche und erschließen zusätzliche Einnahmequellen. 

Suchst du nach Inspiration für Rezepte auf pflanzlicher Basis? Unsere veganen Rezepte für den Veganuary bieten eine Auswahl an Gerichten für Veganer und Flexitarier - von veganen Menüspezialitäten bis hin zu ständig wechselnden Menükreationen auf pflanzlicher Basis. 

Quellen
1 VEGANUARY KAMPAGNENBERICHT 2021 
2 Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (2021): Deutschland, wie es isst. Der BMEL-Ernährungsreport 2021.
Studie „Plant Based News“ 2020