Ernährungstrends 2017 – Was googelt Deutschland?

31. Juli 2018

Die wenigsten Menschen essen drei Tage in Folge das Gleiche. Denn auch wenn viele Gewohnheitstiere sind: Abwechslung ist wichtig. Da kommen aktuelle Trends wie gerufen. Doch nicht alle Food-Neuheiten kommen beim Gast gleich gut an. Welche sind also überhaupt für ein Update der Speisekarte geeignet? Eine gute Inspirationsquelle ist das Internet – genauer gesagt: die Google Trends. Hier findet man einen Überblick über die Topthemen, die den User – und damit den Gast – wirklich interessieren. Welche Trends und Begriffe 2017 ganz vorne mit dabei waren? Wir zeigen es Ihnen.

Die Top Google Trends 2017

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Heißt es so schön. Und tatsächlich wird Experimentierfreude in der Gastronomie immer wichtiger, um neue Gäste auf sich aufmerksam zu machen. Aber reicht es, ab und zu ein Lebensmittel auszutauschen und ein neues auf die Karte zu schreiben? Dafür müssen immerhin Rezepte angepasst werden und es können zusätzliche Kosten anfallen.

Außerdem besteht – trotz aller Entdeckerfreude – das Risiko, dass eine neue Zutat von den Gästen nicht angenommen wird. Unser Tipp: Einen Blick auf die Google Trends werfen, bevor Karten umgestellt werden. So erhöht man die Wahrscheinlichkeit, dass das neue Gericht ein Hit wird. Denn wenn ein bestimmter Begriff sehr häufig gegoogelt wird, kann man davon ausgehen, dass viele Gäste das entsprechende Gericht ausprobieren möchten.

Sehen Sie hier eine Auswahl der wichtigsten Google Trends 2017: Aber reicht es, ab und zu ein Lebensmittel auszutauschen und ein neues auf die Karte zu schreiben? Dafür müssen immerhin Rezepte angepasst werden und es können zusätzliche Kosten anfallen. Außerdem besteht – trotz aller Entdeckerfreude – das Risiko, dass eine neue Zutat von den Gästen nicht angenommen wird. Unser Tipp: Einen Blick auf die Google Trends werfen, bevor Karten umgestellt werden. So erhöht man die Wahrscheinlichkeit, dass das neue Gericht ein Hit wird. Denn wenn ein bestimmter Begriff sehr häufig gegoogelt wird, kann man davon ausgehen, dass viele Gäste das entsprechende Gericht ausprobieren möchten.

Sehen Sie hier eine Auswahl der wichtigsten Google Trends 2017:

Kokosöl
Manuka Honig
Arganöl
Konjak Nudeln
Popcornmaschine
Kurkuma kaufen
Glutenfreies Brot
Palmöl
Low Carb Nudeln
Porridge

Protein Riegel
Aroniasaft
Gesundes Frühstück
Erythrit
Gewürze
Glutenfreie Lebensmittel
Hanföl
Basische Lebensmittel
Basische Ernährung
Leinöl

 



DownloadSie möchten wissen, was 2017 sonst noch ganz oben bei den Google Trends lag? Dann werfen Sie einen Blick auf unsere Übersicht über die Top 50 Begriffe. Die Liste können Sie hier herunterladen.


Was zeigen nun also diese Google Trends? Zunächst einmal einen bunten Mix verschiedenster Begriffe. Einige davon sind sogar so speziell, dass sich das entsprechende Lebensmittel oder Gericht nur schwer in ein bestehendes Angebot integrieren lässt. Dennoch können Gastronomen von solchen Übersichten profitieren. Denn die Google Trends – so exotisch manche auch sein mögen – verdeutlichen noch etwas anderes: Offenheit gegenüber neuen Einflüssen und beliebte Themenfelder.

Die wichtigsten Food-Themen 2017

Hinter (fast) allen Google Trends steckt eine bestimmte Kategorie. Daher ist es gar nicht nötig, sich auf Einzelbegriffe zu fokussieren. Versteht man, zu welchen Themenbereichen die Google Trends gehören, kann man auch dann beim Gast punkten, wenn beispielsweise kein Kokosöl auf der Karte steht. Insgesamt waren 2017 sechs Gruppen besonders stark vertreten:

•    Zutaten, zum Beispiel Kokosöl oder Arganöl 
•    Superfood, zum Beispiel Aroniasaft oder Erythrit
•    Rezepte, zum Beispiel für grüne Smoothies oder Porridge
•    Gesundheitsfragen, zum Beispiel Zuckerersatz 
•    Unverträglichkeiten und Allergien, zum Beispiel glutenfreie Lebensmittel
•    Diäten, zum Beispiel Low Carb 

Der Vorteil, wenn man sich bei den Google Trends auf Kategorien konzentriert: Hier hat man noch größeren Spielraum und kann sich dem Thema so nähern, dass es zum eigenen Speisenkonzept passt. Weiteres Plus: Die Begeisterung für ein bestimmtes Lebensmittel kann schnell wieder abflauen, Kategorien haben dagegen oft eine längere Halbwertszeit.


Kategorie 1 bei den Google Trends 2017: Zutaten

Exotik zieht: Gerne werden exotische Sachen gegoogelt – im Ranking der Google Trends sind einige davon weit vorne gelandet. Während bekannte Zutaten wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln ein relativ konstantes Suchvolumen haben, steigt das Interesse an Neuem. Zum Beispiel: Kokosöl oder Manuka Honig. Manche Zutaten sind auch zu bestimmten Zeiten besonders gefragt, so wie Kürbis im Herbst oder Avocado im Frühjahr. Entsprechend lohnt es sich, das Speisenangebot saisonal anzupassen.


Kategorie 2 bei den Google Trends 2017: Superfood

Ob Aronia, Arganöl, Kurkuma, Hanföl oder Leinöl – Superfood ist einer der Ernährungstrends der Stunde. Da das Phänomen noch relativ neu ist, wollen die Menschen mehr wissen – also wird gegoogelt. Aber was macht Superfood eigentlich so super? Superfoods enthalten überdurchschnittlich große Menge an Vitaminen, Mineralstoffen, Magnesium, Kalzium, Eisen und Co. Inspirationen für Ihre Karte gefällig? Bei NESTLÉ PROFESSIONAL wird Superfood zum Beispiel zum Chia Hirse Risotto mit weißer Mandelsauce und Avocado-Cream. Mit Superfood lässt sich das bestehende Angebot also ohne großen Aufwand „pimpen“ – und das lohnt sich langfristig.

Regionales Verkaufsargument: Superfood aus der Heimat: 

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt? Auch in unseren Breitengraden gibt es Superfood – quasi die regionalen Varianten der Exoten.
Hier ein Überblick über einheimische Körner, Früchte und Co. mit jeder Menge Trendpotential:

Grünkohl
In den USA ist eine regelrechte Hysterie um das Superfood „Kale“ entstanden. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als der gute alte Grünkohl. Reich an Ballast- und Mineralstoffen lässt er das Foodie-Herz höherschlagen.

Leinsamen
Leinsamen sind ballaststoffreich – sie unterstützen dadurch beim Abnehmen und befreien den Körper von Giftstoffen. Das perfekte Finish für eine gesunde Gemüsebowl.

Himbeeren 
Wachsen am Waldrand, stärken die Abwehrkräfte und regen den Stoffwechsel an. Mit Joghurt ideal als fruchtiges Dessert.

Sonnenblumenkerne 
Nicht nur für Sportler ein top Protein- und Energiespender. Verfeinert zum Beispiel Salat mit dem „gewissen Etwas“.

Brennnessel
Auch die Brennnessel ist gesund und lecker. Sie liefert viele Vitamine, Mineralstoffe und Proteine. Außerdem ist sie eine tolle Abwechslung zu Rucola und Co.

Walnüsse 
Absolute Allroundtalente: Von allen Nüssen haben Walnüsse den höchsten Gehalt an Linolensäure und sind reich an Omega-3-Fettsäuren. Die nussigen Eiweißlieferanten peppen zum Beispiel Quarkgerichte auf.


Kategorie 3 bei den Google Trends 2017: Rezepte

Ähnlich wie bei den Zutaten gibt es auch hier Dauerbrenner, die immer relativ gleich stark gesucht werden. Zum Beispiel: Nudelsuppe, Kartoffelauflauf oder Schnitzel. Diese Klassiker sind bei vielen Gästen nach wie vor beliebt. Andere Gerichte, wie Lasagne oder Gulaschsuppe, sind eher saisonabhängig. So oder so zeigen die Google Trends: Es muss nicht immer Superfood sein. Bodenständige Küche mit traditionellen Speisen liegt ebenfalls voll im Trend.


Kategorie 4 bei den Google Trends 2017: Gesundheitsfragen

Für viele Nutzer werden Gesundheitsfragen immer wichtiger: Was darf ich essen? Und wie viel ist noch gesund? Wenn es um gesunde Ernährung geht, spielen oft Salz, Zucker und Fett eine wichtige Rolle. Das zeigen auch die Google Trends. Typische Anfragen sind: 

•    Wie viel Zucker am Tag?
•    Wie viel Salz am Tag?
•    Wie viel Fett am Tag?

Die Richtung ist eindeutig: Gefragt sind salz-, zucker- oder fettarme Gerichte. Schmecken soll es natürlich trotzdem. Das kann in der Gastronomie schon mal zu einer kleinen Herausforderung werden. Einer, der sich mit dem Thema Salz-, Fett- und Zuckerreduzierung auskennt, ist Dr. Torsten Dickau, der Leiter des Service Centers von NESTLÉ PROFESSIONAL. Sein Motto: „So wenig wie nötig, aber so lecker wie möglich.“ 


Wie man als Gastronom den Spagat hinbekommt und gezielt Salz, Zucker oder Fett reduziert, ohne dass der Geschmack darunter leidet, verrät Dr. Thorsten Dickau hier


Kategorie 5 bei den Google Trends 2017: Unverträglichkeiten und Allergien

Durch die Kennzeichnungspflicht spielen Allergien und Unverträglichkeiten ohnehin bereits eine wichtige Rolle in der Gastronomie. Aber auch in den Google Trends taucht das Thema auf. Häufig gesucht wurden 2017:

•    Fruktoseintoleranz: 

Circa ein Viertel der Deutschen isst und trinkt fruchtzuckerreiche Lebensmittel wie Trockenfrüchte, Obstsäfte, Äpfel und Honig nur in Maßen, da sie ansonsten unter Blähbauch leiden. 


•    Laktoseintoleranz: 

Ungefähr 15% aller Deutschen vertragen nur geringe Mengen Milchzucker. Der Grund: ein Enzymmangel. Inzwischen gibt es als Alternative viele laktosefreie Produkte. 


•    Glutenunverträglichkeit: 

Wer an einer Glutensensitivität leidet, hat Probleme damit, das Klebereiweiß richtig zu verdauen. Mais, Reis, Hirse und Buchweizen können Alternativen zu Getreide wie Weizen und Roggen sein.


•    Lebensmittelallergien: 

Die allergischen Symptome treten im Gegensatz zu Unverträglichkeiten direkt nach dem Essen auf und können lebensbedrohlich sein. Häufig gesucht werden insbesondere „Nuss Allergie“, „Obst Allergie“ und „Schalentier Allergie“. Daher ist das deutliche Ausweisen aller Zutaten wichtig – zum Beispiel „kann Spuren von Erdnuss enthalten“. 


Kategorie 6 bei den Google Trends 2017: Diäten

Auch bei Ernährungskonzepten ist die Nachfrage der User hoch. 2017 bei den Google Trends ganz vorne: „Low Carb“, also eine Ernährungsweise, bei der wenige Kohlenhydrate aufgenommen werden. Gegessen werden Fleisch, Fisch und Eier, sowie einige Obstsorten (erlaubt sind z.B. Aprikosen, Brombeeren, Erdbeeren und Himbeeren, Grapefruit oder Quitten). Vermeiden sollte man Getreide, Hülsenfrüchte, Säfte und die meisten Obstsorten. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht. So könnte ein Beispielmenü aussehen: 

  1. Vorspeise: Spinatsalat mit Avocado und Ei
  2. Hauptgericht: Rumpsteak mit Gemüsesalat
  3. Dessert: Erdbeer-Chia-Pudding

Welche Ernährungsformen sonst noch eine Rolle spielen und welche Besonderheiten es zu beachten gilt, können Sie in dieser Übersicht nachlesen.


Was bedeuten die Google Trends für die Gastronomie?

Auch wenn Trends mit der Zeit schwächer werden – sie beeinflussen Ernährungsgewohnheiten durchaus auch langfristig. Zum Beispiel ist in den letzten Jahren beim Gast ein Bedürfnis entstanden, möglichst individuell bekocht werden. Abheben von der Masse ist gefragt. Da kann manchmal schon eine kleine Anpassung der Speisekarte viel bewirken. In jedem Fall ist es sinnvoll, immer genau zu schauen, was hinter einzelnen Google Trends steckt. Und diejenigen aufzugreifen, die zum eigenen Konzept passen. Denn damit lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Der Koch kann sich kreativ ausleben und schafft zugleich ein attraktives und modernes Gericht.