Café Crema

Kaffeegenuss wie bei den Eidgenossen: In der Schweiz darf der Café Crema auf keiner Getränkekarte fehlen. Die typische Crema on top ziert aber auch andere Kaffeespezialitäten.

Was ist Café Crema?

Café Crema, man kennt und man liebt ihn. Aber was ist ein Café Crema überhaupt? Da hilft ein Blick ins Wörterbuch. Die Bezeichnung „crema“ kann frei ins Deutsche als „Creme“, „cremig“ oder schlicht als „Schaum“ übersetzt werden. Gemeint ist damit der goldbraune, sehr dichte Schaum, der sich an der Spitze eines richtig zubereiteten Espressos zeigt – oder eben auf einem Café Crema. Da dieser Schaum einen Großteil des Aromas in sich bindet, ist er nicht nur Indikator für eine richtige Zubereitung, sondern auch für einen vollen und sehr satten Geschmack.

In der Schweiz ist ein Café Crema – auch Café Crème oder Schümli (Schäumchen) genannt – übrigens eine ganz typische Kaffeespezialität. Er wird wie ein Espresso zubereitet, allerdings mit mehr Wasser. Das Wasser wird unter hohem Druck durch das Kaffeemehl gepresst, so entsteht die charakteristische Crema. Meist wird ein kleines Kännchen flüssiger Rahm dazu gereicht oder vor dem Servieren direkt in den Kaffee gegeben. Der Café Crema gilt als Pendant zum deutschen Filterkaffee, unterscheidet sich aber grundlegend in der Zubereitung (Espresso- vs. Filtermethode). 

Wie entsteht eine Crema?

Die Crema entsteht durch hohen Wasserdruck. Dadurch lösen sich Kaffeeöle, Proteine und Zucker aus dem Kaffeemehl und bilden im Wasser feine Schaumbläschen. 

Damit die Crema in ihrer vollen Pracht den eigenen Kaffee zieren kann, ist eine sehr feine Mahlung notwendig. So wird auch die Crema besonders feinporig und ebenmäßig. Außerdem lassen sich an ihrem Geschmack und der Bildung Rückschlüsse auf die Qualität des Kaffees selber ziehen. Desto älter der Café Crema ist, desto schwächer fällt auch der feine Schaum aus. Auch die Temperatur spielt eine wichtige Rolle. Wurde der Kaffee zu heiß gebrüht, ist die Crema dunkelbraun und aufgerissen. Zu kalt oder zu schnell zubereiteter Kaffee hat dagegen eine sandfarbene Crema. 

Wer selbst die Probe aufs Exempel machen möchte, dem sei der sogenannte Zuckertest empfohlen. Dafür einfach einen kleinen Löffel Zucker auf den Café Crema geben. Bei einer gekonnt zubereiteten Crema bleibt der Zucker eine Weile obenauf liegen und dringt nur langsam durch den dichten Schaum durch. Danach schließt sich die Oberfläche wieder, das „Loch“ verschwindet.